Der Tagesabschluss ist die tägliche Pflichtroutine an der Kasse: Der Z-Bericht (Tagesendsummenbon) schließt den Kassentag fortlaufend nummeriert und unveränderbar ab, der Kassensturz vergleicht Soll-Bargeld mit dem tatsächlichen Bestand. Zusammen mit Kassenbuch und TSE-Daten bildet er die Grundlage der Kassenführung nach GoBD — und ist das Erste, was Betriebsprüfer und Kassen-Nachschau sehen wollen. Eine saubere Abschlussroutine kostet zehn Minuten am Abend und erspart im Prüfungsfall Hinzuschätzungen.
Fünf Punkte abhaken — Prüfungssicherheits-Ampel erscheint sofort.
Stand Mitte 2026, keine Steuerberatung — Details (v. a. offene Ladenkasse, Kassenbuch-Form) mit dem Steuerberater abstimmen.
| Schritt | Was passiert | Stolperstein |
|---|---|---|
| 1. X-Bericht (optional) | Zwischenstand ohne Abschluss — für Schichtwechsel | X ersetzt kein Z: Nur der Z-Bericht schließt den Tag |
| 2. Bargeld zählen | Kompletter Bestand inkl. Wechselgeld, Zählprotokoll | „Passt schon" ohne Zählung — Differenzen bleiben unentdeckt |
| 3. Z-Bericht ziehen | Tagesendsummenbon mit fortlaufender Z-Nummer | Lücken in der Nummernfolge sind ein Prüfer-Alarmsignal |
| 4. Abgleich & Differenzen | Soll (Z) vs. Ist (gezählt) — Abweichung dokumentieren, auch kleine | Ständige „glatte Null" wirkt unglaubwürdiger als ehrliche Centdifferenzen |
| 5. Kassenbuch & Ablage | Eintrag inkl. Entnahmen/Einlagen mit Belegen, Z-Bericht ablegen | Nachträgliche Sammel-Erfassung verletzt die Zeitnähe (GoBD) |
Der X-Bericht ist ein Zwischenstand ohne Nullstellung — beliebig oft möglich. Der Z-Bericht schließt den Kassentag ab, zählt fortlaufend und ist unveränderbar; nur er erfüllt die Abschlussfunktion.
Notieren, nicht verstecken: Datum, Betrag, mutmaßlicher Grund, Unterschrift. Kleine, dokumentierte Differenzen sind normal und glaubwürdig — wiederkehrende Muster sind ein Führungs-, kein Buchhaltungsthema.
Digitale Aufbewahrung genügt, wenn die Daten unveränderbar, vollständig und exportierbar sind (DSFinV-K). Wichtig ist die 10-jährige Aufbewahrung inklusive TSE-Daten und Verfahrensdokumentation.
Dort ist es strenger: täglich retrograd erstellter Kassenbericht plus Zählprotokoll — ohne Technik-Unterstützung. Ab nennenswertem Bargeldaufkommen ist die TSE-Kasse praktisch immer die sicherere und einfachere Wahl.
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