Dynamic Pricing im Hotel: Definition, Faktoren & Beispiel

Dynamic Pricing (dynamische Preisgestaltung) bedeutet, dass Zimmerpreise nicht starr in Saisonpreislisten stehen, sondern laufend an die erwartete Nachfrage angepasst werden — nach Buchungsstand, Vorlaufzeit, Wochentag, Events und Marktpreisen. Es ist das zentrale Werkzeug des Revenue Managements: Bei hoher Nachfrage steigen die Raten, bei schwacher sichern niedrigere Preise die Grundauslastung.

Die wichtigsten Preisfaktoren

Interaktiv: Wie ein dynamischer Preis entsteht

Preis-Simulator (illustrativ)

Vereinfachtes Modell zum Ausprobieren — echte Systeme rechnen mit deutlich mehr Faktoren.

120 €empfohlene Rate
±0 %Anpassung zur Basisrate

Modell: Auslastung über 80 % erhöht die Rate progressiv (bis +40 %), unter 50 % senkt sie (bis −20 %); unter 7 Tagen Vorlauf verstärkt sich der Effekt; Events addieren +15 %. Illustrativ — keine Preisempfehlung.

Einführung im eigenen Haus: drei Stufen

StufeVorgehenFür wen
1. ManuellWöchentlicher Blick auf Buchungsstand + Eventkalender, Raten in 2–3 Preisstufen je Zimmerkategorie nachziehen — verteilt über den Channel Manager.Kleine Häuser, Einstieg
2. RegelbasiertFeste Wenn-dann-Regeln (z. B. „ab 80 % Auslastung +10 %") im PMS/Channel Manager hinterlegen.Mittlere Häuser
3. AutomatisiertRevenue-Management-System (RMS) berechnet Preisempfehlungen laufend aus Pick-up, Comp Set und Prognose; das Team prüft und gibt frei.Häuser mit relevantem Logisumsatz

Häufige Fragen

Verärgern schwankende Preise nicht die Gäste?

Gäste kennen dynamische Preise von Flügen und Bahn. Wichtig sind nachvollziehbare Spannen und konsistente Kanäle (siehe Rate Parity) — nicht der stündliche Zickzack, sondern saubere Nachfrage-Logik.

Lohnt sich ein Revenue-Management-System für kleine Hotels?

Unter etwa 20–30 Zimmern reicht oft die manuelle oder regelbasierte Stufe. Entscheidend ist weniger das Tool als die Routine: Buchungsstand und Events regelmäßig anschauen und Preise aktiv nachführen.

Woran messe ich den Erfolg?

Nicht an der Auslastung allein, sondern an RevPAR und GOPPAR im Vergleich zum Vorjahr.

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