Energiekosten (Strom, Gas, Wärme, Wasser) machen im Gastgewerbe typischerweise 3–8 % vom Nettoumsatz aus — Gastronomie mit Produktionsküche liegt am oberen, die reine Beherbergung am unteren Rand. Die größten Verbraucher sind Küchentechnik, Kühlung und Lüftung. Weil kaum eine Kostenart so stark schwankt und so selten aktiv gemanagt wird, stecken hier oft 10–20 % Einsparung ohne Komfortverlust.
Kosten und Umsatz eintragen — Quote, Ampel und Sparpotenzial erscheinen sofort.
Grobe Zielbänder — Bäckerei-Café, Wellnesshotel oder 24/7-Betrieb weichen strukturell ab. Entscheidend ist der eigene Trend: Quote monatlich neben die BWA legen.
| Verbraucher | Anteil typisch | Schnellster Hebel |
|---|---|---|
| Küche (Herde, Öfen, Spülen) | 25–40 % | Standby-Disziplin: Geräte nach Plan an/aus statt „ab 8 Uhr alles an" |
| Kühlung & TK | 15–25 % | Dichtungen, Verdampfer reinigen, korrekte Solltemperaturen, Türen-Disziplin |
| Lüftung & Klima | 15–25 % | Bedarfssteuerung statt Dauerbetrieb, Filter-Wartung, Nachtabsenkung |
| Warmwasser & Heizung | 10–20 % | Zirkulation zeitsteuern, Temperatur prüfen (Legionellen-Regeln beachten!) |
| Licht & Sonstiges | 5–15 % | LED-Vollumstellung, Präsenzmelder in Nebenräumen |
Gastronomie mit Produktionsküche 4–8 %, Hotels 3–6 %, Cafés/garni darunter. Wichtiger als der Branchenwert: der eigene Verlauf — steigt die Quote bei stabilem Umsatz, frisst etwas im Hintergrund (defekte Kühlung ist der Klassiker).
Mit den Nullkosten-Hebeln: Schaltdisziplin, Solltemperaturen, Dichtungen, Zirkulationszeiten. Danach die Kleininvestitionen mit kurzer Amortisation (LED, Zeitschaltuhren) — das finanziert die größeren Schritte.
Ab mittlerer Betriebsgröße fast immer: Ein Profi findet die stillen Fresser (Grundlast!), priorisiert nach Amortisation und kennt Förderungen. Die Auditkosten holen die ersten Maßnahmen typischerweise im ersten Jahr herein.
Gastgewerbe hat ideale Lastprofile für Photovoltaik: Verbrauch tagsüber, hoher Eigenverbrauchsanteil. Auf passenden Dächern rechnet sich PV oft in unter 10 Jahren — vorher aber die Verbrauchsseite optimieren: Die günstigste Kilowattstunde bleibt die eingesparte.
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