Personalkostenquote in Gastronomie & Hotellerie: Formel, Richtwerte & Rechner

Die Personalkostenquote (PKQ) setzt die gesamten Personalkosten — Bruttolöhne inklusive Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Zuschläge und Aushilfen — ins Verhältnis zum Nettoumsatz. Sie ist neben der Wareneinsatzquote die wichtigste Kostenkennzahl des Gastgewerbes: Zusammen bestimmen beide, ob unterm Strich etwas übrig bleibt (Prime Cost).

Formel & Richtwerte

PKQ (%) = Personalkosten gesamt ÷ Nettoumsatz × 100
BetriebstypÜblicher Korridor
Gastronomie (Speisebetrieb)30 – 38 %
Hotellerie gesamt (mit F&B)33 – 45 %
Hotel garni / Logis-lastig25 – 35 %
Systemgastronomie22 – 30 %

Richtwerte, stark abhängig von Konzept, Öffnungszeiten, Tarifbindung und Region. Faustregel „Prime Cost": WEQ + PKQ sollten zusammen unter ~65 % bleiben, sonst wird es eng für Miete, Energie und Gewinn.

Interaktiv: Ihre Quote in 10 Sekunden

PKQ-Rechner

Monats- oder Jahreswerte eintragen — Hauptsache derselbe Zeitraum.

35,0 %Personalkostenquote
65,0 %Prime Cost (PKQ + WEQ)
35,0 %bleibt für Miete, Energie, Gewinn

Prime Cost am Limit — Speisekarte nachkalkulieren oder Produktivität je Schicht erhöhen.

Die Quote senken — ohne Servicequalität zu opfern

Häufige Fragen

Gehört der Unternehmerlohn in die Personalkosten?

Für die interne Steuerung: ja, kalkulatorisch ansetzen — sonst schönt die mitarbeitende Inhaberfamilie die Quote und der Betrieb ist weniger wert als gedacht.

Monatlich oder jährlich rechnen?

Beides: monatlich für die Steuerung (Saisonverlauf!), jährlich für den Betriebsvergleich. Wichtig: Sonderzahlungen wie Urlaubs-/Weihnachtsgeld aufs Jahr verteilen.

Ist eine niedrige Quote immer gut?

Nein — dauerhafte Unterbesetzung kostet Servicequalität, Bewertungen und am Ende Umsatz. Die Quote ist ein Steuerungs-, kein Sparwettbewerb.

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